2021 – 6h Most – ERC Endurance Ducati: WM-Rang neun nach erster Panigale-Saison

2021 – 6h Most – ERC Endurance Ducati: WM-Rang neun nach erster Panigale-Saison

ERC Endurance Ducati hat die erste Saison in der FIM Endurance World Championship auf Ducati Panigale V4R auf dem neunten Tabellenplatz beendet. 

Mit einem weiteren starken Ergebnis beim Saisonfinale 2021 in der FIM Endurance World Championship konnte sich ERC Endurance Ducati in Most mit Etienne Masson, Lorenzo Zanetti und Mathieu Gines den neunten Gesamtrang in der Abschlusstabelle sichern. Im Rennen selbst sah das Trio mit der Ducati Panigale V4R-EWC das Ziel auf dem sechsten Platz. 

Es war der erste Ausflug für die Langstrecken-Weltmeisterschafts ins tschechische Autodrom Most. Die Piste in Böhmen erlebt seit 2021 einen neuen Höhenflug, war der Auftritt der EWC doch schon nach der WorldSBK die zweite Motorrad-Weltmeisterschaft, die hier dieses Jahr gastierte. Darunter eben nun auch ERC Endurance Ducati. 

Am Mittwoch hatte Promoter Eurosport Events für die EWC-Teams zusätzliche drei Test-Stunden auf der Piste entgeltlos bereitgestellt, sodass die Arbeit auf der neuen Piste aufgenommen werden konnte. 

Durch das Doppel-Event aus FIM EWC und der Automobil-Weltmeisterschaft „WTCR“ wurden dann alle offiziellen Trainings (2x Freies Training, 2x Qualifying) am Donnerstag ausgetragen, am Freitag gingen die Autos auf die Piste und am Samstag stieg der Final-Lauf der EWC. 

Im Qualifying sicherten sich Etienne Masson (FRA), Lorenzo Zanetti (ITA) und Mathieu Gines (FRA) den neunten Startplatz. Alle drei fuhren konstant schnelle Zeiten im Bereich von 1:35-Minuten und kamen auf ein Mittel von 1:35,501 Minuten. Damit sollte es vom neunten Startplatz ins Rennen gehen. 

Das Finale über sechs Stunden wurde aufgrund der kühlen Witterungsbedingungen schon erst um 11:00 Uhr Ortszeit bei immer noch nur rund zehn Grad Lufttemperatur gestartet. Startfahrer Zanetti konnte gleich auf seinem ersten Stint Boden gut machen und sich an die Podest-Gruppe herankämpfen. 

Dort mischten dann auch Masson und Gines im Rennverlauf mit. Allerdings gab es eben auch zwei Safety-Car-Phasen, die nicht kalkuliert werden konnten – und ERC Endurance Ducati war eben zum Pit-Stop dran, den anderen Teams schon weg hatten oder noch aussitzen konnten. Dadurch verlor die Mannschaft rund zweieinhalb Minuten und damit fast zwei Runden – die dann am Ende eben auf den Kampf um das Podest fehlten. 

Damit sollte es im Final-Rennen für die EWC-Spec Ducati Panigale V4R nach der ersten Saison der sechste Platz bei den 6 Stunden von Most werden – und der neunte Abschlussrang in der WM-Tabelle. 

Stammfahrer Louis Rossi, der sich bei den Testfahrten zum Bol d’Or in Le Castellet verletzt hatte, fehlte auch in Most. Seine Genesung schreitet zwar voran, doch an einen Einsatz war noch nicht zu denken. Das ganze Team wünscht weiterhin gute Besserung. 

Aller Voraussicht nach startet die Saison 2022 in der FIM Endurance World Championship mit den 24heures Motos Le Mans am 16. und 17. April 2022.

Etienne Masson – Fahrer:
„Im Rennen selbst konnten wir an der Spitze mit kämpfen, unseren großen Trumpf der Konstanz in so einem kurzen Rennen aber nicht ganz ausspielen. Mit dem sechsten Platz nach sechs Stunden sind wir dennoch zufrieden. Unsere Saison war etwas gemischt, weil wir mit dieser Ducati Panigale V4R klar das Gerät haben, um mit der Spitze ganz vorn zu kämpfen, aber im ersten Jahr hat es uns auch an ein paar wenigen Stellen noch an Erfahrung gefehlt. Aber wenn wir weiter hart arbeiten und durchhalten, dann fahren wir sehr bald mit diesem Motorrad in der EWC auf das Podest.“

Lorenzo Zanetti – Fahrer:
„Zum ersten Mal bin ich in einem Endurance-Rennen den Start und den Schlussstint gefahren – das war eine unglaubliche Erfahrung und hat sehr viel Spaß gemacht, das habe ich sehr genossen. Der sechste Platz ist nicht schlecht und ich danke dem ganzen ERC Endurance Ducati und meinen beiden Teamkollegen Mathieu Gines und Etienne Masson.“

Mathieu Gines – Fahrer:
„Ich muss ganz klar sagen, dass mein Comeback im Team von ProKasro ein voller Erfolg war. Ich hatte mit dieser Mannschaft schon gearbeitet, als man noch mit einem anderen Fabrikat fuhr. Gegenüber Ducati gab es in der Langstrecken-Szene sicherlich – gelinde gesagt – den ein oder anderen Vorbehalt, denn sonst würde ja jeder mit diesem Motorrad fahren. Vom ersten Moment weg war ich von der Ducati Panigale V4R überrascht und begeistert! Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Motorrad Podeste, Siege und Weltmeisterschaften einfahren können. Rang neun in der ersten Saison für dieses Motorrad und das so zusammengestellte, neue Team ist mehr als in Ordnung.“

Louis Rossi – Fahrer:
„Leider konnte ich verletzungsbedingt die beiden Rennen in Le Castellet (Bol d’Or) und Most nicht mit fahren, aber natürlich habe ich alles im TV und im Live-Timing verfolgt, was meine ERC Endurance Ducati Buddys gemacht haben. Wir haben alle einen Top-Job gemacht und so, wie wir uns als Fahrer an die Panigale gewöhnen mussten, musste auch das Team erst lernen, wie die Ducati Panigale V4R in der Langstrecke funktioniert. Sicher ist aber, dass wir technisch auf einem absolut hohen Level sind und ganz sicher das Werkzeug haben, um 2022 auf das Podest zu fahren – und das ohne Schützenhilfe.“

Frank Hoffmann – Team Manager:
„Der sechste Platz in Most geht in Ordnung, wenngleich uns nur eine halbe Minute auf die Top-Fünf gefehlt hat. Das rührt aber daher, dass wir wenigstens einen, wenn nicht gar zwei Stopps mehr als die Konkurrenz einlegen mussten, sonst hätten wir gegen Kawasaki und Suzuki um das Podest kämpfen können. Wir konnten uns damit in den Top-Ten der Weltmeisterschaft behaupten und den neunten Gesamtrang in der ersten Saison auf Ducati Panigale V4R sichern. Nicht nur die Fahrer – Etienne, Lorenzo, Mathieu und der verletzte Louis Rossi – haben über die Saison hinweg einen brillanten Job gemacht, vor allem das gesamte Team! Wir konnten das Motorrad stetig auf die EWC-Bedürfnisse weiter entwickeln und haben das Gelernte immer sofort umsetzen können. Ein großer Dank geht auch an Ducati für die Unterstützung aus Bologna und vor allem an das Unternehmen ProKasro, für die wir hier hart am Erfolg arbeiten.“