2021 – Bol d’Or – ERC Endurance Ducati nach Kampf um das Podest beim Bol d’Or mit vorzeitigem Aus

2021 – Bol d’Or – ERC Endurance Ducati nach Kampf um das Podest beim Bol d’Or mit vorzeitigem Aus

Le Castellet, Frankreich. ERC Endurance Ducati hat mit den Piloten Mathieu Gines (FRA), Lorenzo Zanetti (ITA) und Etienne Masson (FRA) beim 84. Bol d’Or bei den 24 Stunden von Le Castellet eine starke Leistung abgeliefert, die am Ende leider unbelohnt geblieben ist. In einem chaotischen Rennen mit Regen in der Nacht, blieb die Mannschaft und die Panigale V4R Endurance fehlerfrei. Doch um Rennhalbzeit stürzte Gines Ende der Gegengeraden und das Motorrad war nicht mehr reparierbar. 

Nichtsdestotrotz war es ein starker Auftritt von ProKasro ERC Endurance Ducati auf dem südfranzösischen Paul Ricard Circuit. Im Qualifying hatten sich Gines, Zanetti und Masson mit einem schnellsten Rundenmittel von 1:54,452 Minuten den siebten Startplatz erkämpft. Doch während die Konkurrenz im Renntrimm dann Pace raus nehmen musste, sollte sich das Tempo der EWC-Ducati Panigale V4R im Rennen halten lassen. Konstant fuhr das Trio im Bereich von 1:54 bis 1:56 Minuten und hatte sich somit schon bald auf Podestkurs manövriert. 

Nach acht Rennstunden gab es daher für ERC Endurance Ducati auch weitere acht WM-Punkte für die Zwischenwertung des Rennens als Dritter. Doch kurz nach Mitternacht kam dann das vorzeitige Aus für die ProKasro-Ducati und das Team aus Gines, Zanetti und Masson. Gines war Ende der 1,8-Kilometer langen Mistral-Geraden unverschuldet gestürzt und das Motorrad sollte so schwer beschädigt werden, dass an eine Reparatur nicht mehr zu denken war. Gines selbst blieb glücklicherweise unverletzt. 

Vor dem WM-Finale mit den 8 Stunden im Autodrom Most (Tschechische Republik) liegt ERC Endurance Ducati mit insgesamt 57 Punkten auf dem achten Zwischenrang der diesjährigen FIM Endurance World Championship. Nur knapp 30 Punkte trennt die Mannschaft von einer Top5-Platzierung. 

Mathieu Gines:
„Zu allererst möchte ich mich bei meinen Teamkollegen und der ganzen Mannschaft für den Sturz entschuldigen, auch wenn es nicht meine Schuld war. Es tut mir trotzdem mehr als leid, denn wir hatten hier alle Zutaten, um auf das Podest zu fahren. Die Mannschaft hat in den letzten Rennen und in der Vorbereitung für hier extrem hart gearbeitet und bei jedem Einsatz sind weitere, kleine Probleme aus den vorangegangen Läufen behoben worden und verschwunden. Wir können mit fug und recht behaupten, dass wir mit unserer EWC-spec Ducati Panigale V4R in der Weltspitze angekommen sind – und das wollen wir nun in Most noch einmal beweisen.“

Lorenzo Zanetti:
„Leider konnten wir bei meinem ersten 24-Stunden-Rennen das Ziel nicht sehen, aber bis zu unserem Ausfall waren wir wirklich extrem stark. Wir haben die ganze Woche auf das Rennen hin gearbeitet und konnten unsere Pace aus dem Qualifying auch genau dann umsetzen, wo es drauf angekommen ist. Unsere Ducati Panigale V4R war total easy zu fahren und perfekt auf ein Langstrecken-Rennen abgestimmt, was wir auch dadurch gezeigt haben, dass wir aus eigener Kraft bis auf Podestplatzierungen fahren konnten. Leider hat es am Ende nicht sollen sein und wir mussten nach knapp elf Stunden aufgeben. Das nächste Mal wird es besser!“

Etienne Masson:
„Wir blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diesen 84. Bol d’Or zurück. Wir haben bewiesen, dass wir im Rennen zu den schnellsten des Feldes gehört haben und haben um das Podest gekämpft. Leider sind wir dann durch Sturz ausgeschieden, aber wenn wir schauen, wie hoch die Ausfallquote in diesem Rennen war zeigt sich auch, wie extrem das Level geworden ist. Schade, aber wir nehmen das Positive mit nach Most und werden dort noch mal voll angreifen.“