ERC Endurance Ducati: De Puniet, Da Costa, Rossi & Jezek brennen auf Renn-Comeback

ERC Endurance Ducati: De Puniet, Da Costa, Rossi & Jezek brennen auf Renn-Comeback

Die Bestätigung ist da: Die 24 Stunden für Motorräder werden auf dem Circuit Bugatti am 29./30. August unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefahren. Damit hat ERC Endurance Ducati Planungssicherheit für den zweiten Härtetest mit der Ducati Panigale V4R und den Fahrern Randy de Puniet (FRA), Louis Rossi (FRA), Julien Da Costa (FRA) und Ondrej Jezek (CZE). De Puniet konnte dabei diese Woche für den Einsatz in Le Mans noch verpflichtet werden, der Bol d’Or drei Wochen später kollidiert mit seinem TV-Kommentatoren-Job in der MotoGP.

Nach dem Ducati-Debüt bei den 8 Stunden von Malaysia im Dezember 2019, hat sich kein Rad in einem Endurance-Wettbewerb mehr gedreht. Die 24 Stunden von Le Mans, die eigentlich Mitte April 2020 hatten stattfinden sollen, sind auf das letzte August-Wochenende verschoben worden. Das Heimrennen der Mannschaft aus der Nähe von Karlsruhe in der Motorsport Arena Oschersleben mit den acht Stunden von Oschersleben ist aufgrund der Corona-Pandemie bereits länger gänzlich abgesagt worden. 

Nun aber herrscht Gewissheit: Le Mans wird gefahren. ERC Endurance Ducati hat die Zeit seit Malaysia genutzt, um die dort gewonnenen Erkenntnisse über das neue Langstrecken-Motorrad aus Borgo Panigale mit der V4R weiterhin auf die Bedürfnisse und Ansprüche eines EWC-Rennens vorzubereiten. Eine weitere Chance, die Ducati Panigale zu testen, wird das Team Mitte Juli beim offiziellen Test in Le Mans erhalten, ehe es Ende August dann ernst wird. 

Als Fahrer sind Jezek und Rossi weiterhin an Bord geblieben, Da Costa war in Malaysia Teil der ebenfalls von ERC operierten BMW Sepang Racing Mannschaft und wechselt nun auf die italienische Edel-Marke. De Puniet hatte eigentlich nur Malaysia fahren sollen, ist sich jetzt aber mit dem Team erneut einig geworden, um in Le Mans die 24-Stunden-Hatz auf sich zu nehmen. 

Geändert hat sich bei den 24 Stunden von Le Mans allerdings die Rennzeit: Gestartet wird am Samstag, 29. August, bereits um 12:00 Uhr anstelle der gewohnten 15 Uhr. Damit fällt die Zielflagge nach der Tagesdistanz dann am Sonntag, 30. August, um ebenfalls 12:00 Uhr.

Randy de Puniet:
Das sind tolle News, ich bin wirklich froh, dass ich dieses Jahr in Le Mans fahren kann – und wieder mit Ducati! Nach dem Rennen in Sepang habe ich gesehen, dass das Motorrad unglaubliches Potenzial hat und ich wollte wieder damit fahren. Erst einmal ist das jetzt nur für Le Mans mit ERC Endurance Ducati. Wir haben auch die Reifenmarke gewechselt und fahren jetzt Michelin, das wird uns auch helfen und wir können das Motorrad weiter entwickeln. Ich denke, dass wir schneller als in Sepang sein werden. Ich bin gespannt, wie sich das Motorrad weiter entwickelt hat. Sicher wird es aber sehr komisch werden, ohne Fans zu fahren – aber das wichtigste ist, dass wir überhaupt fahren. Eurosport und Le Mans haben einen guten Kompromiss gefunden, damit wir fahren können und das wird sicher eine gute Show im TV abgeben, sodass die Fans uns auch verfolgen können – das ist gut! Für uns, wir hoffen, dass wir irgendwo nahe am Podest ins Ziel kommen – das wäre großartig!

Louis Rossi:
Ich glaube es ist jedem Bewusst, dass wir so eine lange Pause ohne Rennen noch nie hatten. Man spürt förmlich, wie man von Tag zu Tag unruhiger und aufgeregter wird – und die Bestätigung nun, dass Le Mans gefahren wird, ist auch eine absolute Zusatzmotivation, das Training noch ein Mal zu intensivieren. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, mit der Panigale V4R wieder auf die Piste zu gehen. Beim Test werden wir uns vor allem erst einmal wieder an die Geschwindigkeiten gewöhnen müssen, aber wir haben sicher auch viele Teile und Dinge zu probieren, denn in Malaysia haben wir uns erst eine Grundbasis geschaffen, an der wir nun weiter feilen müssen.

Julien Da Costa:
Die lange Pause hat bei uns allen an den Nerven gezehrt, so viel ist ein mal sicher. Ich kann mich daher nur anschließen, dass ich es kaum erwarten kann, endlich wieder Rennen zu fahren. Le Mans ist bestätigt worden, auch wenn es natürlich für uns alle ein gespenstisches Gefühl sein wird, vor leeren Rängen zu fahren. Besonders freue ich mich aber, dass ich dann mein erstes Rennen mit der Ducati Panigale V4R fahren werde können. Wie wir schon in Malaysia gesehen haben, hat das Motorrad unglaubliches Potenzial und das Projekt ist noch sehr jung. 

Ondrej Jezek:
Endlich! So lange rum sitzen und kein Motorrad fahren – das habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehabt. Wir sind alle unglaublich heiß, dass endlich gefahren werden kann und wir wieder auf unsere Ducati Panigale V4R steigen können. Le Mans wird hoffentlich der erste, richtige Härtetest, nachdem wir in Malaysia mit Regen und Rennunterbrechungen zu kämpfen hatten. Das Projekt ist weiterhin sehr jung, darum ist unser einziges und oberstes Ziel, am Sonntag, den 30. August 2020 um 12:00 Uhr die Zielflagge zu sehen. 

Uwe Reinhardt:
Die lange Zeit des Wartens ist endlich vorbei und wir haben die Bestätigung, dass wir in Le Mans ohne Zuschauer das 24-Stunden-Rennen fahren können. Die Krise hat uns wirtschaftlich nicht oder nur wenig zu schaffen gemacht und wir konnten das Rennteam auch in vollem Umfang aufrecht erhalten, um die Ducati Panigale V4R auf ihren nächsten Einsatz – wann immer der auch sein mochte – vorzubereiten. Jetzt brennen wir natürlich alle drauf, wieder auf die Rennstrecke zu gehen, erst zum Testen und dann zum Fahren. Le Mans ohne Zuschauer – das wird gespenstisch und es wird schon etwas fehlen, wenn einem nicht 100.000 Fans ihre Nationalhymne entgegen singen, bevor am 29. August um 12 Uhr der Startschuss fällt. Nach dem Ausstieg unseres ehemaligen Reifenpartners aus der EWC, haben wir natürlich einige Arbeit vor uns. An dieser Stelle geht aber schon ein großer Dank an die Firma Michelin, mit der wir uns auf eine Zusammenarbeit einigen konnten.

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