ERC Endurance Ducati: Pech zum Saisonfinale 2020 in Estoril

ERC Endurance Ducati: Pech zum Saisonfinale 2020 in Estoril

ERC Endurance Ducati musste beim Finale der FIM Endurance World Championship Saison 2019/2020 im portugiesischen Estoril vorzeitig die Segel streichen. Nach einem Sturz in der Startphase wurde die Ducati Panigale V4R irreparabel beschädigt. 

Es war ein Saisonfinale zum Vergessen für das Langstrecken-Projekt von ERC Endurance Ducati. Nach nur fünf gefahrenen Runden , musste die Mannschaft aufgeben. 

Startfahrer Louis Rossi rutschte die Ducati Panigale V4R weg, fing wieder Grip und schlug stumpf in die Leitplanke ein. Dabei wurde die Frontpartie des Motorrades so stark beschädigt, dass eine Reparatur an Ort und Stelle in Estoril nicht möglich war.

Dabei hatte sich das Trio aus Louis Rossi, Sylvain Barrier und Teamrückkehrer Mathieu Gines in den Trainings und Qualifyings ordentlich aufgestellt und für eine starke Rennpace gearbeitet. Vom siebten Startplatz aus sollte Rossi die Mannschaft weiter nach vorne bringen. Doch es hat nicht sollen sein. 

Der Fokus liegt nun auf der neuen Saison 2021, die dann wieder im Jahresturnus und nicht mehr Sylvesterübergreifend gefahren werden soll. Einen Kalender haben die Promotoren von Eurosport Events allerdings noch nicht veröffentlicht, man wartet ab, wie sich das weltweite Pandemie-Geschehen entwickeln wird. 

Geplant hat man für 2021 mit den 24 Stunden von Le Mans und den 8 Stunden von Suzuka, beide Veranstalter haben signalisiert, dass sie die Rennen zur Not auch wieder ohne Zuschauer austragen würden. Es bleiben im Raum und zur Debatte die 24 Stunden „Bol d’Or“ in Le Castellet, die 8 Stunden von Deutschland in Oschersleben und Ende des Jahres 2021 die Rennen in Malaysia.  

Louis Rossi:
„Zu allererst möchte ich mich bei meinem Team und meinen Teamkollegen entschuldigen! Es war eigentlich ein harmloser Vorderradrutscher, aber mit einer fatalen Wirkung. Das Vorderrad ist mir auch ohne Vorwarnung weggerutscht und dann hat das Motorrad wieder Grip bekommen und ist auf der Innenseite stumpf in die Leitplanke eingeschlagen. Das ist besonders ärgerlich, weil es a) so früh im Rennen war und wir b) nach den Trainings hier besonders gut aufgestellt waren. Wir haben die ganzen Tage auf das Rennen hingearbeitet und keine Quali-Abstimmung gefahren. Schade, aber leider gehört das auch zur Langstrecke dazu.“

Mathieu Gines:
„Schade, diesen Ausgang des Wochenendes haben wir nicht verdient gehabt, aber das soll kein Vorwurf sein, denn das kann jedem passieren und auch das ist die Langstrecke. Ich bin hier in Estoril erstmals mit der Ducati Panigale V4R EWC gefahren und das Motorrad ist einfach ein Traum! Runde für Runde wurde ich in den Trainings besser und ich mag dieses Bike wirklich! Das Qualifying ist für mich dann richtig gut gelaufen. Schade, dass wir unsere Leistungen im Rennen nicht bestätigen konnten.“

Uwe Reinhardt – Team Besitzer:
Wir haben letztes Jahr in Malaysia mit der Arbeit an der Ducati Panigale V4R begonnen und können mit unseren technischen Entwicklungen und Fortschritten echt zufrieden sein. Wir hatten in Le Mans und hier in Estoril unglückliche Ausfälle und sind auf Probleme gestoßen, die wir nun im Winter analysieren und auswerten werden. Keine Frage, das sind zum Teil Schwierigkeiten, die wir erwartet hatten, aber die auch unerwartet kamen. Der Sturz von Louis gleich zu Beginn des Rennens war natürlich ein Rückschlag, weil es für uns das Aus nach nicht mal einer halben Stunde bedeutete. Für die 12 Stunden von Portugal hatten wir uns echt viel ausgerechnet, das ist leider nicht aufgegangen, aber auch das kann in der Langstrecke passieren. Wir werden uns jetzt sammeln und im Winter alles in die Entwicklung der EWC-Ducati Panigale V4R einfließen lassen, was wir dieses Jahr an Erkenntnissen sammeln konnten. Es ist jetzt wieder lange Pause, aber ich denke das gesamte Team freut sich bereits auf Le Mans im kommenden April 2021.“

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