ERC Endurance startet beim neuen Ducati-Abenteuer die 8 Stunden von Sepang vom siebten Startplatz

ERC Endurance startet beim neuen Ducati-Abenteuer die 8 Stunden von Sepang vom siebten Startplatz

Kuala Lumpur, Malaysia. Neustart für ERC Endurance am anderen Seite der Welt: Die Mannschaft ist auf Ducati Panigale V4R gewechselt und geht bei den 8 Stunden von Sepang mit Ondrej Jezek (CZE), Randy de Puniet (FRA) und Louis Rossi (FRA) an den Start. 

Es ist ein absolutes Premieren-Wochenende: Zum ersten Mal fährt die FIM Endurance World Championship in Malaysia, es ist die erste Ausgabe der 8 Stunden von Sepang. Auch sahen die ERC-Piloten dieses Wochenende erstmals ihre neue Ducati Panigale V4R und spulten ihre ersten Kilometer darauf ab. Auch viele neue Teammitglieder trafen sich am Sepang International Circuit zum ersten Mal. Das Projekt wird derweil auch von zwei FIM WorldSBK-Mechanikern von Team BARNI unterstützt, ebenso ist ein Elektronik-Ingenieur von Ducati Corse involviert. 

Am Mittwoch gab es das erste Roll-Out in einem siebstündigen „Open-Pitlane“ Test. Die Mannschaft machte sich direkt daran, eine Basis-Abstimmung des Ducati-Endurance-Motorrades zu finden. Aufgrund von heftigen Gewitterstürmen, endete der Test-Tag eine Stunde früher als geplant. Es folgten eine weitere zweitstündige Freie-Trainingseinheit und das Nachttraining, doch die Strecke sollte an diesem Tag nicht mehr trocken werden. 

Am Donnerstag gab es dann zwei Qualifikations-Trainings pro Fahrer, ein weiteres, 45-minütiges Freies Training und die Top-10-Time-Trial Superpole. 

Starkes Qualifying

ERC Endurance und Ducati: Neuer könnte ein Projekt nicht sein. Und dennoch hat man gleich beim ersten Einsatz aufhorchen lassen. Die Mannschaft schaffte es in Sepang in der Kombination der durchschnittlich schnellsten Zeiten aller drei Fahrer in die Top-Sieben. De Puniet war in 2:05,854 Minuten schnellster der Mannschaft – und das mit nur wenigen Kilometern auf der Panigale. Rossi kam auf 2:06,128 Minuten, Jezek landete bei 2:06,889.

Damit betrug die Durchschnittszeit der Mannschaft 2:06,293 Minuten, was wiederrum den Einzug in das Top-Ten Time Trial bedeutete. Dies ist ein Superpole-Format, welches im Langstrecken-Sport normalerweise nur bei den 8 Stunden von Suzuka zum Einsatz kommt.

Als Team-Schnellster nahm de Puniet die Hatz nach DER einen schnellen Runde auf und konnte dort den siebten Startplatz für das Rennen am Samstag bestätigen. 

Das Rennen startet am Samstag, 14. Dezember 2019 um 13 Uhr Malaysia-Ortszeit, der Zieleinlauf ist acht Stunden später um 21 Uhr geplant. 

Ondrej Jezek:
Ich glaube, wir können mehr als zufrieden sein, wie diese Woche bisher gelaufen ist. Vor zwei Tagen noch war wirklich und einfach alles neu und wir mussten sehr hart arbeiten, um das Motorrad abzustimmen, waren dabei aber gar nicht wirklich viel zum Fahren gekommen. Auch hatten wir etwas Pech mit dem Wetter, denn da wurden wir noch mehr aufgehalten. Am Ende sind wir trotzdem ins Top-10-Time-Trial gekommen, das war für uns zu diesem Zeitpunkt in diesem Projekt ein großer Erfolg.

Randy de Puniet:
Das ist ein brandneues Team und seine sehr spannende Herausforderung, besonders für mich. Mir war natürlich klar, dass wir hier absolut bei Null anfangen würden und mir hat die Vorstellung, eine Ducati im Langstreckensport einzusetzen, sofort gefallen. Die Panigale V4R ist ein absolutes Traummotorrad. Natürlich sind wir nicht so viel zum Fahren gekommen, das war für mich keine Überraschung. Aber die Basis stimmt, das haben wir ja mit dem Einzug ins Top-10-Trial gezeigt. Für den aktuellen Stand dieses Projektes stimmt unser Speed schon. 

Louis Rossi:
Ein spannendes, neues Projekt für uns alle – und dennoch haben wir alle schon einen anständigen Speed zeigen können, wenngleich wir nicht so viel zum Fahren gekommen sind, wie wir das gern gehabt hätten. Das haben wir aber ja auch alle erwartet, eben weil dieses Projekt so neu ist. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieses neuen Projektes zu sein. Die Basis des Motorrades stimmt schon jetzt und ich habe nur ein paar Runden gebraucht, um mir schon die ersten Kampfspuren am Ellbogenschleifer zu holen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber die ersten Marken sind gesetzt.

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